Freitag, 4. Januar 2008

was so Ende Dezember los war....

Nun will ich in diesem Beitrag nochmal eben wiedergeben, was hier in Chile seit meiner Rückkehr von der Osterinsel so alles passiert ist.

1. Elkins Abschlussvortrag
Am 20.12 hatte Elkin die Verteidigung (Defensa) seiner Abschlssarbeit, die war öffentlich und darum sind wir da natürlich hingegangen, um ihn zu unterstützten. Das war kurz davor - Cesar, Lena, Elkin ist schick mit Anzug (mein Gürtel, Krawatte von einem anderen Freund), dass einzige was ihm gehört hat war die Unterhose und ich ganz links
Während der Präsentation und nach der Bekanntgabe der Note (ich sag nur, ZIEMLICH gut) gabs noch nen kleinen Stehimbiss - hier meine Wenigkeit mit unserer Vermieterin Pamela

2. Bariloche mit Jaime und Alejandro
Kurz vor Weihnachten bin ich von Jaime (der in blau) und Alejandro noch zu einem Wochenendtrip nach Bariloche eingeladen worden, da wir mit dem Auto gefahren sind, konnte man zwischendurch immer praktisch anhalten und die Natur bestaunen - oben sitzen wir aber in Osorno in der Markthalle und warten auf unser Mittagessen.

Nächste Station waren die Thermas von Puyehue, wo wir natürlich auch versucht haben, unsere Haut mit dem angeblich hilfreichen Schlamm zu straffen.
Ging ohne Seife gar nicht so einfach wieder ab, vor allem da das heiße Thermalwasser nur in diesen kleinen Pfützen war und ich wenig Lust verspürt habe, mich zum sauber machen in den kalten Fluss zu stürzen. Unten nochmal das "offizielle Thermalbad".
Seenlandschaften um Bariloche.
Auf der Rückfahrt nach Chile.

3. Weihnachten
Das passiert, wenn man sich bei uns in der Küche ein Wurstbrötchen macht und sich dann beim Essen aus dem Fenster lehnt - Darf ich vorstellen: Blondy und Donner, die dafür sorgen, dass die Zimmer nach hinten raus auch immer schön staubig bleiben (Trotzdem habe ich ihnen nen Stück Wurst abgegeben).
Unsere Weihnachtskrippe, die Cesar und Lena an einem kreativen Tag im Dezember gemacht haben und unser Adventskranz, der ist von mir.
Weihnachtsessen mit Gästen am heiligen Abend und am ersten Weihnachtstag, wo ich dann den Kochlöffel geschwungen habe.


4. Silvester - nachdem am 31.12 dann doch alle Leute hier ausgeflogen waren, bin ich nach Puerto Varas gefahren, um mich dort mit Janine und Sven zu treffen, die dort gerade in einem Hostel waren. Ich habe mich dann auch in diese Hospedaje einquartiert und zunächst haben alle Gäste lecker zusammen gegrillt und um Mitternacht sind wir dann zu einem Aussichspunkt gegangen, um das große Feuerwerk zu bewundern - hier kann man nämlich keine Böller privat kaufen.
mit Sekt, Bier und Digitalkamera auf der Straße
Und Tschüß 2007 - willkommen 2008

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Osterinsel

So, nun will ich euch auch eine Fotos von meiner Osterinselreise natürlich nicht vorenthalten. Nach einem gut 5-stündigen Flug von Santiago in einem supermodernen Flugzeug (individuelle Fernseher, Auswahl aus 30 Filmen, Spielen etc.) kam ich mittags auf dem internationalen Flughafen Mataveri an - eine Start- und Landebahn, ein Empfangsgebäude und Flügen nach Santiago und Tahiti...
Im Terminal standen dann zahlreiche Vermieter um lautstark ihre Angebote zu präsentieren, ich hatte ein Zimmer in einem Dorm reserviert und wurde aufgrund dessen direkt mit Namensschild und Blumenkette begrüßt, dass musste natürlich bei starkem Wind auf dem Flughafenparkplatz erstmal festgehalten werden.

Am 1. Tag haben Janine (mit der ich bereits in Puerto Montt war) und ich einen Roller gemietet, um die ganze Insel zu erfahren. Leider hatte der erste Roller nach 30 Minuten einen Platten, so dass wir zurück ins Dorf mussten und mit einer Stunde Verspätung gestartet sind, aber es bliebt noch genügend Zeit sämtliche Ahus und Moais zu besichtigen.
Die ersten liegenden Moais.. Zur wissenschaftlichen Erklärung: Ahus sind die Altare, auf denen die Moais stehen. Jedes Dorf hatte seinen eigenen Ahu, aus diesem Grund befinden sich sämtliche Ahus abgesehen von einem auch an der Küste, weil dort eine Besiedlung aufgrund von vorhandenen Trinkwasser einfacher gewesen ist.

Das Tier, was es am häufigsten zu sehen gibt, sind wildlebende Pferde, die das Auto- und Rollerfahren zu einem ganz besonderen Erlebnis machen können.
Die erste große Attraktion auf unserer Inselrundfahrt war der Kraterrand des Vulkans Rano Raraku, wo die Moais aus dem Stein gehauen wurden, anschließend aufgerichtet und den Berg runtergerollt wurden um dann letztendlich an ihre Bestimmungsorte gezogen zu werden - Wissenschaftler vermuten, dass die Moais auf Balken gekippt und dann wie auf einem Schlitten gezogen wurden, 90 Mann hätten so einen großen Moai pro Tag 100 Meter ziehen können - also ein reicht langwieriges Unterfangen bei 25 km langen Entfernungen und rund 1000 Moais auf der Insel
halb fertiger Moai
Blick auf den Vulkan Rano Raraku, man findet an seinem Hang fast 400 Moais, einige noch halb fertig, viele nur den Berg runtergerollt - es belegt, dass die Kultur die Osterinselbewohner sehr abrupt beendet wurde

Der besterhaltenste und schönste Ahu ist der bei Tongariki (allerdings wurden die umgefallenen Moais erst 1992 von japanischen Wissenschaftler restauriert und wieder aufgerichtet , nachdem sie bei einemn Seebeben 1960 schwer zerstört wurden - also nicht ganz authentisch), insgesamt findet man 15 Moais und um Hintergrund das Meer und die Steilküste der Insel.
Ein "perfekter" Moai, markante Gesichtzüge und zusätzlich hat dieser Moai auch einen Pukao (einen Hut), die in einem anderen Steinbruch auf der Insel hergestellt wurden
Weiter ging die Fahrt zum einzigen Badestrand der Insel - nach Anakena Playa, hohe Wellen, weißer Strand, wenige Leute, warmes kristallklares Wasser und im Hintergrund ein Ahu mit 5 Moais - was will man mehr?
zum Abschluss haben wir noch im Inselinneren eine Fotosession mit unserem Roller gemacht, dafür dass ich zum ersten Mal Roller gefahren bin, hat es eigentlich ganz gut geklappt...
Am nächsten Tag bin ich dann zum Kraterrand des Rano Kau gewandert, einem der drei Vulkane auf der Insel die gleichzeitig für die Entstehung der Insel verantwortlich waren. Nach 1,5 Stunden Aufstieg bietet sich einem ein schöner Blick in den 200 Mieter tiefen Kratersee.
und rechts auf dem Felsvorsprung kann man dann das Zeremoniendorf Orongo besichtigen, einem Ort mit rund 50 rekonstruierten Steinhäusern, wo früher der Vogelmann-Kult betrieben wurde. Kurz gesagt ging es darum, dass einige Auserwählte die senkrechte Felswann runter ins Meer klettern mussten, dann auf zwei vorgelagerten Inseln schwimmen mussten. Dort angekommen mussten sie ein Ei der Schwarzen Seeschwalbe finden und derjenige, der als erster erfolgreich ins Dorf zurückkehrte, war dann für ein Jahr Vogelmann - naja, ist kurz erklärt.

Eine weitere Wanderung führte mich zum Ahu Akivi, dem einzigen Ahu im Landesinneren mit den einzigen Moais, die in Richtung Meer schauen (ist ja auch klar -schließlich stehen sie ja nicht am Meer) - Wissenschaftler vermuten aber, dass auch hier wei bei allen Ahu die Moais mit dem Rücken zur Süßwasserstelle stehen..
typische Inselvegetation - wenige Bäume, dafür viel Gras.

Nun einige Bilder von Hanga Roa, mit seinen knapp 4000 einheimischen Einwohnern einziger und damit logischerweise auch größter Ort auf der Insel.
Mein Hostel, gemütliche gelbe Hüttchen in einem Garten mit Papaya- und Bananenbäumen.
oben das Krankenhaus des Ortes, für schwierige Operationen werden die Patienten aber nach Santiago ausgeflogen, unten die Hauptstraße, wo sich ein Souvenirladen, ein Restaurant sowie zahlreiche Auto- und Motorrollerverleihe an den anderen reihen
Ausflug mit dem Fahrrad noch einmal nach Anakena (Fotos oben) und zum Puna-Pau-Krater, dem Herstellungsort der Pukao, der Hüte der Moais. Man findet in dem Krater noch rund ein Dutzend der roten Hüte, die nicht mehr verwendet wurden.
und zum Abschluss noch einige Abendimpressionen. Sonntag ging es dann doch zurück nach Santiago, nachdem wir erst fast den Flieger verpasst hatten, weil bis vor 50 Minuten vor Abflug kein Taxi gekommen ist und wir uns erst dann entschlossen hatten, zu laufen. Hat dann aber alles geklappt und ich muss sagen, es war eine spannende, erholsame und tolle Woche auf der Isla de Pascua oder auf Rapa Nui, wie die Einheimischen sagen..
das wars..............